Leicht sein wie ein Schmetterling

Das wünsche ich mir für die Ferien:

Leicht dahinfliegen wie ein Schmetterling.

Mich selber nicht so ge-wichtig nehmen,

Mich an den Blumen, ihren Farben und Düften erfreuen

Und mich vom linden Lüftchen treiben lassen.

Dann kann irgendwann auch das Schwere und Kopflastige wieder kommen.

Doch ich weiß, dass es auch die Schmetterlingstage wieder geben wird.

Das macht Hoffnung…

Worte statt Phrasen

Foto:Teresa Westermeier

„Leere Versprechungen und hohle Phrasen gibt es mehr als genug. Wie viel seltener und wie viel kostbarer ist da ein Wort, in dem wirklich Leben steckt und Licht in unser Leben bringt. Wie schön, wenn uns ein Wort begegnet, das nicht leer und hohl ist und das nicht zerplatzt wie eine Seifenblase, wenn es ernst wird. In einer Welt voller falscher Versprechungen und verlogenem Glitzer können wir das Wort sein, das Hoffnung wachsen lässt, ohne einfach nur schön zu reden; das Wort, das tröstet und standhält, ohne oberflächlich zu sein; das Wort, das kostbar ist und Leben spendet für andere.“

Klaus Metzger-Beck in Pfarrbriefdienst Bergmoser+Höller IMAGE

Nebel, Kälte und doch auch schön…

Draußen wird es kalt und ungemütlich. Hinter den Nebelschwaden kann man morgens und abends die Häuser und Bäume nur erahnen. Und doch blühen einzelne Gänseblümchen zwischen dem Herbstlaub. Da liegt das eine oder andere Federchen von einem Vogel, das mich wie ein Zeichen meines Schutzengels anmutet, der sagt: Ich bin schon da für dich.

Die Wildgänse fliegen in ihrer eigenen Formation dahin. Sie wissen, wohin der Weg geht. Das wissen nicht alle Menschen. Vertrauen…

Ich freue mich, dass ich in der finsteren und kalten Jahreszeit auch die schönen kleinen Dinge sehen kann. Dafür bin ich dankbar.

Herbst – Erinnerung an Urlaubstage

Wenn man wieder in den Alltag zurückgekehrt ist, müssen die Erinnerungen an die schönen und erholsamen Urlaubstage helfen, den „ganz normalen Wahnsinn“ durchzustehen… Aus der Abgehobenheit der freien Zeit wieder in die alltäglichen „Niederungen“ zu steigen, das fällt manchmal nicht leicht. Aber wer, wie die Maus Frederick aus dem Kinderbuch, „Farben“ gesammelt hat, kann sich noch länger daran erfreuen, die Fotos wieder hervorklicken und ein bisschen Urlaub Revue passieren lassen. „Weißt du noch?“

Lass dir an meiner Gnade genügen…

Gott kennt meine Schwäche. Wenn ich sie vor ihm zulasse, kann seine Stärke zum Zug kommen.

Gott, ich bin froh, dass du mich kennst und mich so liebst, wie ich bin, mit meinen starken und meinen schwachen Seiten. Und wenn ich manchmal schwach bin, wirkt deine Stärke in mir und ich darf sehen, wie du alles gut machst.

Nun kann ich mich auch meiner Schwachheit rühmen wie der heilige Apostel Paulus. (2 Kor 12,9) Ich darf dir meine Schwächen anvertrauen. So „trage ich meinen Mist auf den liebreichen Acker Christi“ (Johannes Tauler), damit sein Reich auch durch mich wachsen kann.

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Kraft schöpfen

Unsere Seele muss Kraft schöpfen, wenn sie in Hektik, Leistungszwang und vielen gegensätzlichen, oft verwirrenden Eindrücken zur Ruhe kommen will. Sonst verlieren wir die Fähigkeit, die Dinge mit ein wenig Distanz von „höhere Warte“ zu sehen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Nehmen wir uns Zeit für ein Atemholen in der Stille.

Benedikt Ambacher

Sankt Martin

Wir gratulieren allen Martins und Martinas zum Namenstag!

Der heilige Martin hatte Hände, die teilen. Betrachten wir unsere Hände. Welche Werkzeuge stellen sie dar? Schale, Becher, Rinne, Kamm, Klammer, Hammer, Zange, Waage, Fühler, Taster, Thermometer…

Meine Hände können wärmen, verweigern, schlagen, hinweisen, empfangen.

Sie können zur Faust geballt werden, Brücken bauen, aufgelegt werden, einander gereicht werden, gefaltet werden.

Forme aus deinen Händen eine große Schale. Diese Haltung vermittelt Offenheit und innere Bereitschaft. In deine Hand kann etwas gelegt werden. Alltäglich wirst du durch Worte, Zeichen, Berührungen beschenkt. Betrachte dein Leben als Geschenk und verschenke dich selbst dem,

der dich braucht, der nichts mehr vorweisen kann, der ausgelaugt ist, der sich einsam fühlt, der sich selbst Versager nennt, der…

Sei offen wie eine Schale!

Oktober

Alle Geschöpfe sind schön, weil sie so sind, wie sie sind;

alle spiegeln sie irgendwo die Herrlichkeit des Schöpfers.

Wenn du unufrieden bist mit dir, mit deinem Schicksal und dich beklagst bei deinem Schöpfer, hast du deine Gutheit noch nicht entdeckt.

ER kennt dich ganz – besser als du selbst.

Es ist gut, dass es dich gibt, dass du bist, wie du bist,

sonst hätte ER dich nicht erschaffen.

(Elmar Gruber)